Weihnachten
Kochrezepte
Mince Pies
Sehr beliebt zu Weihnachten in Großbritannien sind sogenannte "mince pies". Der Name dieser kleinen Törtchen ist irreführend, denn "mince" bedeutet eigentlich Hackfleisch - mince pies sind aber sehr süß. Woher kommt dieser Name?
Nun, die ersten mince pies waren viel größer als die heutigen und waren meistens mit Fleisch gefüllt. Eines der ersten mince pie-Rezepte stammt von 1615. Auf dem Rezept stehen zwei Kaninchen, zwei Tauben, ein Hase, Leber, Eier, Pilze, Trockenfrüchte und Gewürze!
Heute wären derartige Zutaten undenkbar. Die Füllung heute ist eine leckere, süße Mischung aus Trockenfrüchten und Gewürzen. Früher waren die mince pies auch sehr groß und oval geformt - sie sollten an das Baby Jesus in seiner Krippe erinnern und hießen deswegen "crib pies" (Krippentörtchen). Heute sind sie klein und rund und eine wahre weihnachtliche Köstlichkeit.
Hier ist ein Rezept, mit dem ihr selber mince pies machen könnt:
- 225 g Mehl mit Backpulver
- 170 g Butter
- 1 Prise Salz
- 1 Esslöffel Puderzucker
- Etwas geschlagenes Ei oder Wasser zum Binden
- Eigelb zum Bestreichen
- 450 g Früchtemischung (mincemeat)
Fett und Mehl mit den Fingern verkneten, bis alles wie Semmelbrösel aussieht, danach Puderzucker hinzufügen. Nach und nach das geschlagene Ei mit einer Gabel unter den Teig mischen, mit der Hand den Teig zu einem Ball kneten, danach etwa eine Stunde im Kühlschrank lassen.
Teig ca. 3 mm dick ausrollen und Kreise mit ca. 7,5 cm Durchmesser ausstechen. Damit flache Förmchen auslegen, einen gehäuften Teelöffel Mincemeat in jedes Förmchen geben, die Seiten des Teigs mit Wasser anfeuchten und einen anderen Teigkreis oben aufsetzen. Mit Ei bestreichen.
In einem vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 20 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen, dann mit Puderzucker oder feinem Zucker bestäuben. Guten Appetit!
Bau dir ein Lebkuchenhaus!
Lebkuchen wurde ursprünglich als Heil- und Arzneimittel gebacken, mit seinen vielen Gewürzen galt er als besonders gesund. Heute ist Lebkuchen eine beliebte Leckerei zu Weihnachten und in vielen Formen und Geschmacksrichtungen - mit Marmeladenfüllung, Schokoladenguss oder mit einem Oblatenboden - zu bekommen.
Oder in der Form eines Lebkuchenhauses: Lebkuchen eignet sich als Baustoff besonders gut, denn er hält sich und schmeckt auch nach Tagen lecker. Außerdem sieht es hübsch aus und kann, je nach Geschmack, phantasievoll geschmückt werden. The voyage hat für Euch ein Lebkuchenhaus-Rezept zusammengestellt, samt ‚Bauplan' zum ausdrucken. Viel Spaß beim Backen - aber nimmt euch dafür ein bisschen Zeit!
Du kannst auch die Backanweisungen und die Teig-Schablonen als PDF-Dateien herunterladen!
Backanweisungen (PDF)
Teig-Schablonen (PDF)
- Für den Teig:
- 200 g Margarine
- 250 g Zucker
- 500 g Honig
- 1 Päckchen Lebkuchengewürz (alternativ: 15 g Gewürzmischung aus - nach Gusto - Zimt, Koriander, Anis, Muskat, Nelken, Kardamom, Fenchel)
- 15 g Kakao
- 1 kg Weizenmehl
- 1 Päckchen Backpulver ( = 3 bis 4 gestr. Teelöffel)
- 1 Prise Salz
- 2 Eier
- Mehl zum Ausrollen des Teiges
Zum Kleben und für den Schnee:
- 3 Eiweiß
- ca. 500 g Puderzucker
- zusätzlichen Puderzucker zum Bestäuben
Zum Verzieren:
- Kleingebäck
- Mandeln
- Süßigkeiten
- Lebensmittelfarbe o.ä.
- Watte für den Schornstein.
Außerdem braucht man:
- ein Lineal
- ein scharfes Messer
- Alufolie
Los geht's! Margarine, Zucker, Honig, Kakao und Lebkuchengewürz verrühren, im Wasserbad erhitzen und dabei gelegentlich umrühren, bis der Zucker gelöst ist. Mehl, Salz, Backpulver und Eier hinzugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zugedeckt mind. 1 Stunde (oder auch 1 bis 2 Tage) im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Teig ca. 0,5 cm dick ausrollen, die Hausteile ausschneiden und auf ein gefettetes Backblech legen. Im vorgeheizten Ofen 10 bis 12 Minuten bei 200-220 Grad gebacken. Die Teile noch warm vom Blech lösen und eventuell verformte Kanten gerade schneiden.
Kleben und Bauen: Figuren, Bäume und Haustüre vor dem Aufstellen verzieren! Dazu den Kleber dünn aufgetragen und die Verzierungen an den richtigen Stellen aufkleben. Die Masse sollte schön zähflüssig sein, sonst klebt sie nicht richtig (viel Puderzucker benutzen!).
Damit das Haus gut steht, kann man eine extra Teigplatte machen, es auf ein einfaches Brett oder auf eine mit Alufolie bezogene Pappe stellen. Günstig ist ein Tablett, damit man das Ganze auch mal aus dem Weg stellen kann, ohne dass alles kaputt geht. Mit einer sehr dicken Zuckermasse (200 g Puderzucker mit einem Eiweiß verrührt) das Dach mit ‚Schnee' bedecken - Eiszapfen entstehen da von selbst! In den Schornstein etwas Watte stecken als ‚Rauch' und zum Schluß alles vorsichtig mit Puderzucker (mit einem Mehlsieb) bestäuben. Fertig ist das Knusperhäuschen!
